- Datenbanken
- Lexikon
- Leichtmetalle
aushärtbaren Aluminium-Legierungen
Durch eine Wärmebehandlung können bestimmte Aluminiumlegierungen – die aushärtbaren Legierungen – drastische in ihren mechanischen Eigenschaften verbessert werden. Das Aushärten erfolgt in drei Arbeitsschritten: Lösungsglühen zum Lösen und Homogenisieren der Legierungsbestandteile, Abkühlung auf Raumtemperatur durch Abschrecken in Wasser. Dabei wird der homogenisierte Zustand eingefroren. Auslagern, d. h. Erwärmen und Halten bei einer Temperatur, die wesentlich unterhalb der Homogenisierungstemperatur liegt, um eine Entmischung und dadurch eine Festigkeitssteigerung zu erzielen. Die Auslagerungstemperatur kann je nach Zusammensetzung der Legierung bei Raumtemperatur (Kaltauslagerung) und bei Temperaturen zwischen 100 °C und 250 °c erfolgen. Die Haltezeit bewegt sich je nach Legierungszusammensetzung zwischen einer Stunde und einer Woche.